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Ratgeber: Wallboxen

Die Wallbox: Intelligentes Laden von Zuhause

Elektroautos und das Thema eMobility werden immer beliebter. Kein Wunder, denn damit gehen einige Vorteile einher: Weniger Feinstaub, weniger Lärm, weniger CO2-Ausstoß. So sieht intelligente Mobilität aus. Um das Elektroauto zuhause bequem zu laden, ist die Installation einer entsprechenden Wallbox erforderlich. Das Ganze sollte zudem schnell und sicher erfolgen. Erfahren Sie hier bei Elektroshop Wagner alles Wichtige was Sie zum Thema Wallbox wissen müssen.

Welche Arten von Ladestationen gibt es?

Man unterschiedet bei Ladestationen grundsätzlich zwischen zwei verschiedenen Ladearten:
• AC-Ladestationen (Wechselstrom)
• DC-Ladestationen (Gleichstrom).

Bei AC-Ladestationen sind Ladeleistungen zwischen 3,7 und 44 kW möglich. Die Batterie wird mit Gleichstrom geladen, und mit Hilfe eines Gleichrichters der Wechselstrom innerhalb des Elektrofahrzeuges in Gleichstrom umgewandelt. Diese Art von Ladestation hat sich im städtischen Bereich als Standard etabliert. Bei einer DC-Ladestation wird der Strom schon innerhalb der Ladestation in Gleichstrom umgewandelt. Ladeleistungen zwischen 20 und 350 kW sind bei dieser Ladeform möglich. Solche Ladestationen sind aufgrund ihrer höheren Ladeleistung in der Regel kostenintensiver. Sie finden vor allem an Autobahnraststätten und öffentlichen Plätzen Verwendung, da dort ein schneller Ladevorgang von Nöten ist.

Eine Ladestation für den privaten Gebrauch, die an der Wand installiert wird, nennt man auch Wallbox.

Welche Steckertypen gibt es?

Es gibt drei verschiedene Steckertypen bei den AC-Steckern. Der Stecker Typ 1, entwickelt in Japan, ist für die Fahrzeugseite konzipiert. Er ist für einphasige Ladungen mit einem max. Strom von 32 A und einer Spannung von max. 250 V geeignet. Stecker Typ 2 wurde in Deutschland für die Fahrzeug- und Infrastruktur vorgeschlagen. Er kann einphasig (max. 70 A, in Deutschland max. 20 A) bis dreiphasig (max. 63 A) mit einer max. Spannung von 480 V geladen werden. Durch eine Combo-Steckvorrichtung kann dieser erweitert werden, um an einer DC-Ladestation mit bis zu 200 A laden zu können. Stecker Typ 3 ermöglicht ein- bis dreiphasiges Laden bei einem max. Strom von 16 A oder 63 A und einer Spannung von max. 400 V. Er wurde in Italien entwickelt. Allerdings hat sich diese Variante nicht durchgesetzt und ist kaum noch anzutreffen.

Welcher Steckertyp wird benötigt, wenn man an einer Wallbox laden möchte?

Der Stecker Typ 2 gilt laut dem Gesetzesentwurf des EU-Parlamentes seit 2014 als europäischer Standard. Eine mit Typ 2 Dose ausgestattete Wallbox kann mittels eines Adapter-Ladekabels mit einem Fahrzeug verbunden werden, welches mit Typ 1 ausgestattet ist. Diese Kabel funktionieren nur bei Wallboxen mit Dose.

Was bringt eine Wallbox für Zuhause?

In der Regel wird eine Wallbox an der Wand in der Garage oder am Haus montiert. Sie garantiert das sichere Laden eines Elektroautos und lädt das Fahrzeug bis zu 4,5-mal schneller auf als eine Steckdose. Zum Vergleich: Bei einer Wallbox sind 22 kW möglich, statt 2,3 kW wie bei einer Haushaltssteckdose.

Wie installiere ich eine Wallbox für mein Elektroauto?

Für die Ladestation ist ein Starkstromanschluss notwendig. Achtung: Die Installation einer Wallbox für ein Elektroauto ist zwingend von einem Elektrofachinstallateur durchzuführen.

Ist jedes Elektroauto mit einem Ladekabel ausgestattet?

Fast jedes Fahrzeug enthält in der Basisausstattung ein entsprechendes Ladekabel. Achten Sie darauf, dass es sich nicht nur um ein Notladekabel handelt. Diese sind nicht für eine Dauerbelastung und den täglichen Gebrauch ausgelegt. Daher sollten Sie in diesem Fall ein separates Ladekabel kaufen, um sicher laden zu können.

Wie lange dauert das Laden?

Das hängt von der Ladeleistung der Ladestation und von der Aufnahmeleistung des Elektrofahrzeuges ab. Die Ladung einer Batterie mit einer Kapazität von 22 kWh kann z.B. zwischen 10 Stunden und einer Stunde dauern. Informieren Sie sich vor dem Kauf einer Ladestation über die Leistungsaufnahmefähigkeit ihres Fahrzeuges. Kann das Auto nur einphasig geladen werden, so ist auch an einer Ladestation mit 22 kW Ladeleistung lediglich eine Aufnahme von max. 4,6 kW möglich.

Warum soll ein Elektrofahrzeug NICHT an einer herkömmlichen Steckdose geladen werden?

Eine Steckdose ist nicht für eine Dauerbelastung ausgelegt. Die Leistung ist zu gering und kann dadurch bis zu 10 Stunden dauern. Es kann zu einer starken Wärmeentwicklung und sogar zum Schmelzen der Steckdose kommen. Vermeiden Sie Kurzschlüsse und Kabelbrände, indem Sie eine Wallbox nutzen.

Wie weit komme ich mit meinem vollgeladenen Elektrofahrzeug?

Das hängt von mehreren Faktoren ab. Zum einen von der Batteriegröße und zum anderen von dem Fahrverhalten, sowie die Nutzung verschiedener Verbraucher wie Heizung, Radio, Klimaanlage oder Licht. Heutige Modelle besitzen je nach Hersteller eine Reichweite zwischen 40 km und 600 km. Dabei gilt zu beachten, dass die Angaben des Herstellers über dem Realbetrieb liegen. Im tatsächlichen Fahrbetrieb reduziert sich die Reichweite auf Grund der genannten Faktoren.

Wie starte ich einen Ladevorgang?

Das Fahrzeug muss zunächst an die Ladestation angeschlossen werden. Anschließend müssen Sie sich autorisieren. Dies kann mit Hilfe einer App, einer Ladekarte oder einer SMS erfolgen. Der Ladevorgang wird dann in Gang gesetzt.

Wie beende ich einen Ladevorgang?

Der Ladevorgang kann auf verschiedene Weisen beendet werden. Das hängt natürlich auch vom Fahrzeug ab. Entweder durch einen Stoppknopf im Inneren des Fahrzeuges, durch einen Knopf am Fahrzeugschlüssel, per App oder durch zweimaliges Betätigen der Fahrzeugentriegelung.

Kann der Stecker während eines Ladevorgangs herausgezogen werden?

Nein. Aus Sicherheitsgründen ist nach IEC 62196-2 vorgeschrieben, dass der Stecker während des Ladevorgangs in der Ladesteckdose und auf der Fahrzeugseite verriegelt werden muss.

Was passiert mit der Steckerverriegelung während eines Stromausfalls?

In diesem Fall wird die Verriegelung des Steckers gelöst. Der Stecker kann der Ladesteckdose entnommen werden.

Was passiert, wenn die Ladestation während des Ladevorgangs überhitzt oder überlastet?

In vielen Ladestationen ist eine interne Temperaturüberwachung integriert, welche die Ladestation vor Überhitzung schützt. Hierfür wird der Ladestrom automatisch auf ein sicheres Niveau begrenzt und reduziert, sobald die Temperatur zu warm wird. Ein elektronischer Überstromschutz schützt zudem das Ladekabel vor einer Überlastung. Prüfen Sie, ob die Wallbox Ihrer Wahl eine integrierte Temperaturüberwachung besitzt.

Wie groß muss die Zuleitung an einer Ladestation ausgelegt sein?

Das ist abhängig von dem max. Ladestrom der Ladestation und von der Länge der Zuleitung. Sie müssen die Auslegung der Zuleitung in jedem Fall von einem Elektrofachinstallateur durchführen lassen.

Wie ist eine Ladestation abgesichert?

Gemäß der Verordnung VDE0100-722:2016 (Errichten von Niederspannungsanlagen) muss jeder Anschlusspunkt durch eine eigene Fehlerstrom-Schutzeinrichtung von mindestens Typ A mit einem Bemessungsdifferenzstrom nicht größer als 30 mA geschützt sein. Ladestationen mit Steckdose oder einer Fahrzeugkupplung müssen außerdem eine Schutzvorkehrung gegen Gleichfehlerströme aufweisen.

Welche Funktionen sind bei einer Ladestation möglich?

Die verschiedenen Ladestationen besitzen unterschiedliche Funktionen. Vom reinen Laden abgesehen ist es bei einigen Modellen möglich, eine Autorisierungsfunktion zu verwenden. Einige Boxen können Strom messen und abrechnen, sowie mit einem Backend verbunden werden. Dieses dient dazu Daten zu registrieren und den Ladepark zu verwalten. Infomieren Sie sich beim Hersteller oder in den Produktbeschreibungen und technischen Daten nach den genauen Funktionen eines Modells.

Was sind die Vorteile vom Backend?

Mittels eines Backend-Systems können Sie ihre Ladestation genau überwachen, steuern und auswerten. Vor allem wenn sie die Station mehreren Nutzern zugänglich machen möchten, ist das ein großer Vorteil. Eine geeignete Schnittstelle zwischen Backend und Ladestation ist erforderlich.

Welche Kommunikationsarten gibt es zwischen Ladepunkt und Backend?

Die Kommunikation kann mittels verschiedener Möglichkeiten erfolgen. Beispielsweise über eine SIM Karte des Backendbetreibers, ein GSM-Modul oder über LAN.

Welches Backend unterstützt meine Ladesäule?

Für eine Ladesäule eines Hardware-Herstellers können verschiedene Backendbetreiber in Frage kommen. Hier finden Sie eine Liste verschiedener Backendbetreiber: • emonvia • ENIO GmbH • ladenetz.de • chargeIT (ehemals: Belectric Drive) • has.to.be • Charge Point Services • Virta Ltd • beCharged • Chargecloud

Was ist ein Master-Slave-System?

Einige Boxen unterstützen ein Master-Slave-System. Dieses dient dazu, mehrere Ladepunkte in Reihe zu schalten. Dabei fungiert eine Ladestation als Master. Diese ist der Kommunikationscontroller zur Steuerung aller Ladepunkte. Es kann der Verbrauch eines gesamten Gebäudes gemessen und die Ladeinfrastruktur angepasst werden.

Starten Sie jetzt elektrisch in die Zukunft!

Entscheiden Sie sich für eine Wallbox können Sie ihr Elektroauto jeder Zeit bequem zuhause laden. Neben dem positiven Umweltaspekten ist Strom in der Regel günstiger als Benzin. Ob sie auf Ökostrom oder konventionelle Stromanbieter setzten liegt dabei in Ihrem Ermessen.

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